VARGAVILLAGE
 
DER BERATERPRODUZENT

Der Beraterproduzent

Mathias Varga erfüllt berufliche Träume

Text: Marie Varga

Dieser Artikel erschien im April 2022 in „Der Bote vom Oberrhein“ Nr. 322/22.


Der Himmel war grau, das Lokal überfüllt und der Kaffee fade. Dennoch erinnert sich Mathias Varga an einen Novembernachmittag im Jahr 2017, an dem die Idee des Varga Village zum ersten Mal Gestalt annahm. Er saß zusammen mit seinem Ansprechpartner einer Recruiting Firma, der ihm bereits einige interessante Projekte vorgeschlagen hatte.

Die Zusammenarbeit lief gut, finanziell wie persönlich, dennoch schien sein Gesprächspartner nicht zufrieden zu sein. Mathias Varga hakte nach. Für viele Projekte, so erzählte Herr P., fänden sich einfach keine passenden Kandidaten. Die Suche sei langwierig und mühsam, der Kunde ungeduldig und der Chef dränge. Mathias Varga stutzte. Die Abteilung einer großen Frankfurter Bank, die er gerade als Berater unterstützte, war voll von klugen Köpfen, jedoch alle festangestellt und für Projekte nicht verfügbar, dazu oft unzufrieden mit der Enge der Arbeitsbedingungen und der mäßigen Bezahlung. Mathias Varga dachte nach. Wäre es nicht möglich, beide Seiten zusammenzubringen und hier eine Win-Win-Situation zu schaffen? Tatsächlich hatte er bereits hin und wieder abends bei einem Bier von den Vorteilen seiner Arbeit als selbständiger Berater erzählt und auf diesem Weg zwei unzufriedene Angestellte aus seinem Bekanntenkreis in die erfolgreiche Selbständigkeit begleitet. War dies die Gelegenheit, sich selbst einen lang vernachlässigten Traum zu erfüllen und Unternehmer zu werden?

Zweieinhalb Jahre später, in einem Büro im zweiten Stock des Bonn Profits Gebäudes auf der ehemaligen Bonner Diplomatenrennbahn brennt noch Licht. Mathias Varga, inzwischen Geschäftsführer der Varga Village GmbH, feilt am letzten Schliff der Internetpräsenz VARGAVILLAGE.COM, noch vor Mitternacht soll sie online gehen. Im frühen Stadium der Unternehmensgründung gibt es im Varga Village kein Outsourcing. Gründung, Büroeinrichtung, Homepage – alles ist Chefsache. Vor allem die inhaltliche und optische Gestaltung der Webseite ist ihm dabei eine Herzensangelegenheit.

DREAM BIG, so lautet der erste Satz der Homepage, gehalten in weiß, schwarz, dunkelgrau und seiner Lieblingsfarbe sternrubin. Das könnte auch die Überschrift seiner eigenen Biografie sein. Mathias Varga blickt zurück. Als Kind von Einwanderern verbringt er seine frühe Kindheit im sozial stark durchmischten Düsseldorfer Stadtteil Garath, erst später kann die Familie ein Einfamilienhaus im angrenzenden Urdenbach bauen. Mathias Varga erfährt schon früh, dass nur harte Arbeit, der Glaube an sich selbst, Beharrlichkeit und eine Portion Optimismus den Weg zum Erfolg ebnen. Als Teenager träumt er von einem Austauschjahr in den USA und erhält eine Zusage. Es verschlägt ihn in die kalifornische Stadt San José, das Herz des Silicon Valley, das in den Neunzigerjahren Aufbruchsstimmung und Unternehmergeist atmet. Nach dem Abitur folgt die Aufnahme eines Jurastudiums in der Heimatstadt Düsseldorf. Doch eine zufällige Begegnung an einer Kölner Theke stellt die Weichen noch einmal neu. Mathias Varga folgt spontan einer Einladung nach Freiburg und nimmt das Band bei Rhenania auf. Sein Studium ist bereits fortgeschritten, es ist ein Balanceakt, den angestrebten Freischuss und die Anforderungen der Aktivität unter einen Hut zu bringen. Nach bestandenem Ersten Staatsexamen geht er in die Filmstadt Berlin, macht zunächst ein Praktikum bei der Senator Entertainment AG und tritt kurz darauf seinen Vorbereitungsdienst an. Es folgen Stationen an der Verwaltungshochschule in Speyer und in einer Großkanzlei in Budapest, wo er Familie hat. Die Promotion führt ihn nach Wien. Für seine erste Stelle kehrt er ins Rheinland zurück, wo er als Assistent der Geschäftsführung bei einem der führenden IT-Unternehmen in Bonn anfängt. Nach kurzer Zeit entscheidet er sich jedoch für eine Tätigkeit als Rechtsanwalt und spezialisiert sich bald auf die Beratung großer DAX-Unternehmen im Rahmen verschiedener Projekte. Aus der Rückschau ist das die beste Entscheidung seiner Karriere.

In seinen Lehr- und Wanderjahren lernt Mathias Varga, Hürden nicht verzagt hinzunehmen, sondern sie zu überwinden, mit Selbstbewusstsein und pfiffigen Ideen nach vorn zu kommen. Seine Neigung, ungewöhnliche Wege zu beschreiten und sich nicht um Konventionen zu scheren, lässt ihn 2012 – inzwischen zugelassener Rechtsanwalt und verheiratet – noch ein zweites Band in seiner Wahlheimat aufnehmen. Mathias Varga wird Bonner Westphale.

Parallel zu seiner Beratungstätigkeit im Projektgeschäft beginnt Mathias Varga 2018, sein Geschäftskonzept zu formulieren, geleitet von den Erfahrungen seiner eigenen Berufsbiografie. Auf einem Blatt Papier notiert er in den frühen Morgenstunden Namen und Slogan für die neue Firma: „Varga Village“ – „Der Beraterproduzent“. Sein Produkt soll, wenn man so will, der erfolgreiche selbständige Berater sein und dafür gibt es einen Markt. Wie viele Menschen sind unzufrieden in ihrem beruflichen Alltag, können ihre Talente nicht zur Entfaltung bringen und sehen ihre Leistungen nicht angemessen honoriert? Doch zu einer Veränderung gehören nicht nur Mut, sondern auch Branchenwissen, Kenntnisse über die Gepflogenheiten des Beauftragungsverfahrens und ein realistischer Fahrplan mit konkreten Schritten und Meilensteinen. Für jeden Kunden entwirft Mathias Varga eine maßgeschneiderte Strategie zur beruflichen Neuorientierung, die zu mehr Freiheit, Unabhängigkeit und finanziellem Spielraum verhilft. Das dynamische Coaching-Honorar ist dabei nicht die einzige konzeptionelle Überraschung.

Der Start ins operative Geschäft fällt zusammen mit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020, noch ist kaum absehbar, welche Folgen die Pandemie und vor allem die damit zusammenhängenden Maßnahmen für die Wirtschaft haben werden. Das solide geplante Start-up-Projekt wird plötzlich zur Gleichung mit vielen Unbekannten. Aufgeben? Keine Option für Mathias Varga. Er beobachtet die Entwicklung und erkennt: Die Nische der Projekt- und Beraterbranche könnte zu den wenigen Gewinnern der Krise gehören. Die Nachfrage an qualifizierten selbständigen Beratern bleibt ungebrochen hoch, die Honorare sind stabil und die Bedingungen werden tendenziell sogar noch attraktiver. War bisher die Arbeit im Homeoffice auf ein bis zwei Tage begrenzt, gibt es nun deutlich großzügigere Lösungen. Dennoch legen die unvorhergesehenen Rahmenbedingungen einige Anpassungen des Konzepts nahe. Außenwerbung und Zusammenarbeit mit lokalen Partnern werden zunächst zurückgestellt, stattdessen setzt Varga Village nun ganz auf den digitalen Raum, die Homepage wird erweitert und für alle Dienstleistungen ein digitales Format angeboten.

Was macht das Revolutionäre dieser Geschäftsidee aus? Mathias Varga erläutert: „Ein Ausspruch, der mich beeindruckt und meine Herangehensweise als Coach maßgeblich geprägt hat, ist Denzel Washingtons: 'Dream big! But have goals. Dreams without goals are just dreams.' Was heißt das für unsere Berufswelt? Träume mobilisieren uns, aber erst das konkrete Ziel, auf das wir hinarbeiten können, bringt uns der Verwirklichung unserer Träume tatsächlich näher. Hier kommt Varga Village ins Spiel. In meinen beruflichen Anfangsjahren habe ich Ende der 2000er Jahre eine unerkannte Nische entdeckt, die des selbständigen Beraters. Darauf habe ich mich spezialisiert und wurde erfolgreich. Diese Nische besteht nach wie vor. Ich gebe mein gesammeltes Wissen und meine Erfahrung in komprimierter Form an meine Kunden weiter, die dann ohne Irr- und Umwege gleich einsteigen können wie ein erfahrener Profi. Dieses Rüstzeug wurde bisher noch nie von etablierten selbständigen Beratern in dieser Form geteilt oder offengelegt! Für die meisten meiner Kunden geht es in erster Linie darum, ihr Einkommen bei ähnlichen Tätigkeiten zu vervielfachen, das möchte ich gar nicht verhehlen. Doch viele lernen auch schnell die Freiheit und Selbstbestimmung der Selbständigkeit zu schätzen und vor allem das deutliche Mehr an freier Zeit, gepaart mit hohen Einnahmen in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum. So ist es einem selbständigen Berater möglich, regelmäßig Auszeiten einzuplanen, ohne dass dies mit finanziellen Einbußen verbunden wäre. Viele Arbeitnehmer träumen von solchen Sabbaticals, nur wenige können dies auch verwirklichen – in der Regel einmal im Berufsleben. Meine Erfahrung ist: Wer einmal in diesem neuen beruflichen Selbstverständnis angekommen ist, will nicht mehr zurück.“

Auf den Punkt gebracht, worin liegt der Mehrwert für den Kunden? „Die Antwort ist so simpel wie genial – Erfolg! Ich wende mich nicht an die Zufriedenen, sondern an die Unzufriedenen, die noch mehr oder etwas anderes vom Leben erwarten: eine nennenswerte Steigerung ihres Einkommens und deutlich mehr frei verfügbare Lebenszeit. Das können zum Beispiel Führungskräfte sein, die mit einer Abfindung aus einem Unternehmen ausgeschieden sind, oder Festangestellte, Arbeitslose, Selbständige, Beamte, sogar Absolventen. Viele von ihnen sind hungrig, ihnen fehlt aber eine konkrete Vorstellung davon, wie eine Alternative aussehen könnte. Für sie habe ich mein Erfolgsrezept geschrieben. Nicht zu vergessen: Mein Coaching mündet in einen attraktiv vergüteten Beratungsauftrag. Erst dann werde ich bezahlt.“

Was ist das für ein Typ Mensch, der dieses Wagnis eingehen möchte? „Ich bin selbst überrascht, wie groß mein Kundenspektrum tatsächlich geworden ist! Zum Beispiel angestellte Projektmanager, Unternehmensberater und Führungskräfte, IT-Berater und -Entwickler, Ingenieure, Betriebswirte, Juristen oder Geschäftsführer auf Junior- und Seniorebene bilden heute das Kundenprofil des Varga Village. Für jeden Kunden erarbeite ich ein passgenaues Beratungskonzept, das auf die individuellen Fragen und Bedürfnisse eingeht. Das kann je nach Ausgangssituation sehr unterschiedlich aussehen. Gemeinsam ist meinen Kunden ihre Offenheit für neue Denk- und Arbeitsweisen und ihr Wille zum Erfolg.“

Neu ist nicht nur das Geschäftsmodell, auch die erfolgsabhängige Berechnung des Honorars überrascht. In der Phase der beruflichen Neuorientierung ist finanzielle Planungssicherheit Gold wert. Meine Kunden können sich darauf verlassen, dass sie erst dann eine Rechnung erhalten, wenn sich meine Beratungsleistungen für sie auszahlen. Statt eines festgesetzten Honorars beteiligen mich meine Kunden für einen begrenzten Zeitraum an ihrem Umsatz. Je erfolgreicher meine Kunden sind, umso mehr lohnt sich mein Geschäftsmodell auch für mich. Durch diese Kopplung können sich meine Kunden darauf verlassen, dass ich auch im eigenen Interesse mein Bestes geben werde, um sie nach vorn zu bringen.“

Sind in Krisenzeiten Menschen denn noch bereit, sich zu verändern oder halten nicht viele gerade jetzt an einem ungeliebten, aber doch festen Anstellungsverhältnis fest? „Krisen bringen Umbruch und Veränderung mit sich. Dies ist meines Erachtens gerade ein sehr günstiger Zeitpunkt, sich neu aufzustellen. Heute Mittag las ich in der Zeitung, dass die Pandemie für viele ein Anlass sei, das eigene Leben endlich zu verändern und den Job zu beenden, der sie nicht glücklich mache. „Für viele ist es jeden Morgen das gleiche Spiel: Der Wecker schellt zum vierten Mal, der Magen fühlt sich flau an. Eigentlich geht es einem gut – wenn da nur die Arbeit nicht wäre. Die Corona-Krise war für viele ein Weckruf, das eigene Leben zu hinterfragen: Karriere, Familie, Zukunftsplanung. So mancher denkt an einen beruflichen Neuanfang.“* An diese Menschen wende ich mich. Das Risiko ist vergleichsweise gering, denn mein Coaching führt meine Kunden in eine prosperierende Branche mit vielfältigen und attraktiv vergüteten Projektangeboten.“

Varga Village – ein griffiger Stabreim. Was hat es mit dem Firmennamen auf sich? „Eine Reisebekanntschaft in San Francisco sagte mir in jungen Jahren voraus, dass ich einmal Unternehmer sein werde. „Varga Village Production“ werde meine Firma heißen. Dieser Gedanke nistete sich in meinem Bewusstsein ein und wuchs zum Lebenstraum. Diese Begegnung lag lange zurück, als ich das Konzept für Varga Village schuf. VVP war zunächst Arbeitstitel für das Projekt. Doch mit der Zeit stellte sich heraus, wie passend das Motiv eines Dorfes für das Konzept war: Vertrauen, Verbindlichkeit und Verlässlichkeit sind Begriffe, die meine Kundenbeziehung prägen und diese assoziiere ich eher mit einem Dorf als mit der Anonymität und Schnelllebigkeit einer Großstadt. Gleichzeitig ist es langfristig mein Ziel, ein Netzwerk meiner Kunden aufzubauen und zu pflegen. Diese Werte und diese Gemeinschaft passen meiner Meinung nach sehr gut zum Sinnbild des Dorfes.“

Im Biografieteil der Firmenhomepage überrascht ein klares Bekenntnis zum Corpsstudententum. Schränkt das den potentiellen Kundenkreis nicht zu sehr ein, da es durchaus Vorbehalte gegenüber dem Verbindungswesen gibt? „Mein persönlicher Eindruck ist, dass nicht nur ein interessantes Geschäftsmodell, sondern vor allem die Unternehmerpersönlichkeit entscheidend ist. Die Herausforderungen der Aktivität bei Rhenania Freiburg und Guestphalia Bonn haben mich geprägt und zu der Persönlichkeit heranreifen lassen, die heute meinen Kunden gegenübertritt. In meinen Aktivensemestern habe ich gelernt, als Charge Verantwortung zu übernehmen, mich bei den Mensuren zu fokussieren und mit den unterschiedlichsten Charakteren eine Gemeinschaft zu bilden. Abgesehen davon ist es einfach fantastisch, Corpsstudent zu sein! In jeder Stadt, in die es mich verschlug, hatte ich sofort Kontakt zu Gleichgesinnten. Eine Zugehörigkeit, die meinen Charakter so entscheidend geformt hat, kann und will ich nicht verschweigen.“

Ist es nicht bequemer, sich als etablierter Berater im umsatzstarken Projektgeschäft die Rosinen herauszupicken statt sich das Risiko einer Firmengründung aufzuhalsen? Mathias Varga lächelt. „Diese Frage wurde mir schon oft gestellt. Darauf habe ich keine Antwort. Mir kommt dann aber immer eine Postkarte mit einem Mark-Twain-Zitat in den Sinn, die ich aus Kalifornien mitgebracht habe. Vor dem Hintergrund einer Aufnahme des Pazifiks ist zu lesen: 'Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn't do than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.' “


*https://www.welt.de/wirtschaft/karriere/plus231718783/Arbeitsverhaeltnis-beenden-Wie-kuendigt-man-im-Homeoffice-am-besten.html


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Die Revolution trägt Nadelstreifen

Dr. Mathias Varga Rhenaniae Freiburg, Guestphaliae Bonn revolutioniert mit seinem Start-up „Varga Village“ die Beraterbranche
mit einem unkonventionellen Geschäftsmodell

Text: Marie Varga

Dieser Artikel erschien im Dezember 2021 im „Corps Magazin“ Ausgabe 4/2021.


Wer heute noch den Mut hat, am Morgen die Zeitung aufzuschlagen, stößt vor allem auf eines: Krisen. Energie, Klima oder Corona, es entsteht der Eindruck, als hangeln wir uns nur so von Krise zu Krise. Vor allem die Auswirkungen der Coronakrise sind im Begriff, nahezu alle Bereiche unseres Alltags nachhaltig umzukrempeln. In dieser Grundstimmung den sicheren Hafen einer Festanstellung zu verlassen und sich auf das Wagnis einer Selbständigkeit einzulassen, klingt übermütig – oder etwa nicht?

Mathias Varga sieht das anders. Sein Weg vom angestellten Juristen in die Welt der selbständigen Berater großer DAX-Unternehmen liest sich als Erfolgsgeschichte und wer die richtigen Eigenschaften mitbringt und den Einstieg informiert und zielgerichtet angeht, so ist er überzeugt, kann auch in Krisenzeiten Wagnisse eingehen und berufliche Erfolge erleben.

Um hier gezielt zu unterstützen, hat Mathias Varga 2019 das Start-up Varga Village gegründet. Die junge Firma begleitet Berufstätige, Absolventen und Selbständige auf ihren Weg in eine erfolgreiche Selbständigkeit als Berater. Mathias Varga erinnert sich: „In meinen Anfangsjahren musste ich mich allein durchbeißen und hatte keinen Mentor an meiner Seite. So bin ich manchen Umweg gegangen, habe Lehrgeld gezahlt, mich mit Unwichtigem aufgehalten und auch einige Anfängerfehler gemacht. Nach mehr als einem Jahrzehnt im Projektgeschäft weiß ich inzwischen genau, worauf es ankommt, um als selbständiger Berater dauerhaft erfolgreich zu sein. Diesen Erfahrungsschatz möchte ich heute an eine nachfolgende Beratergeneration weitergeben.“

Dabei ist jedes Coaching so individuell wie der Kunde selbst. Passend zur beruflichen Biographie und den Wünschen des Kunden entwirft Mathias Varga für jedes Coaching ein maßgeschneidertes Konzept. Zudem gibt es im Varga Village weder ein starres Curriculum noch eine feste Honorarordnung. „Meine Kunden beteiligen mich für einen begrenzten Zeitraum an ihrem Umsatz. Auf diese Weise können sie sich darauf verlassen, dass ich mein Bestes geben werde, sie zum Erfolg zu führen.“

Ein weiterer Vorteil des dynamischen Coachinghonorars ist, dass sich so faire Sätze für erfahrene Berater wie für Absolventen ergeben.

Lange bevor er seine Geschäftsidee professionalisierte und den Businessplan ausformulierte, gab Mathias Varga seine Ratschläge hin und wieder nach Feierabend bei einem Bier an ausgewählte Freunde und Bekannte weiter. Der erste selbständige Berater, dessen erfolgreicher Quereinstieg auf Mathias Vargas Coaching zurückgeht, war ein unzufriedener Angestellter, den er bei einem Projektauftrag in einer großen Frankfurter Bank kennengelernt hatte. Es war bestimmt kein Zufall, dass auch er Corpsstudent war. Varga Village öffnet seine Türen für jeden, der geeignet und interessiert ist. Die große Bandbreite potentieller Kunden, die das Konzept heute ermöglicht, erstaunt selbst den Inhaber. Dennoch ist es eine charmante Fußnote, dass er seinen ersten Protegé unter Corpsstudenten gefunden hat. „Viele Eigenschaften, die uns Corpsstudenten ausmachen, erweisen sich als äußerst nützlich in der Beraterbranche. Wer Selbstbewusstsein, Anpassungsfähigkeit, Eloquenz und ein sicheres Auftreten mitbringt, dem wird es leichter fallen, sich in der Welt der freien Berater sicher zu bewegen, Aufträge zu akquirieren, mit bestehenden Teams zusammenzuarbeiten und Impulse zu setzen.“

Mathias Varga kennt sich aus. Als Einwandererkind ist eine Bilderbuchkarriere keineswegs vorgezeichnet. Doch er ist ehrgeizig, setzt sich Ziele und erreicht sie, mal auf dem direkten Weg, mal über einen Umweg. Beharrlichkeit, Zuversicht und die Leichtigkeit des Siegesgewissen zeichnen ihn aus. Eine Zufallsbegegnung in einer Kölner Diskothek mündet in eine Einladung nach Freiburg, wo er verschiedene Studentenverbindungen kennenlernt und sich entscheidet, trotz fortgeschrittenen Jurastudiums bei Rhenania Freiburg das Band aufzunehmen. Mit Mitte dreißig, inzwischen berufstätig und verheiratet, folgt noch ein weiteres bei Guestphalia Bonn. Mathias Varga ist Corpsstudent mit Leib und Seele und so verwundert es kaum, dass er sich auch auf der Firmenhomepage entgegen manch gutem Ratschlag zum Corpsstudententum bekennt.

Mathias Varga ist überzeugt, dass nicht nur ein interessantes Geschäftsmodell, sondern vor allem die Unternehmerpersönlichkeit entscheidend ist, um das Vertrauen eines Kunden zu gewinnen: „Die Herausforderungen der Aktivität bei Rhenania Freiburg und Guestphalia Bonn haben mich geprägt und zu der Persönlichkeit heranreifen lassen, die heute meinen Kunden gegenübertritt. In meinen Aktivensemestern habe ich gelernt, als Charge Verantwortung zu übernehmen, mich bei den Mensuren zu fokussieren und mit den unterschiedlichsten Charakteren eine Gemeinschaft zu bilden.“

Das Wichtigste, das er aus dieser Zeit mitgenommen hat, ist die Offenheit, von anderen zu lernen und der Mut, trotzdem eigene Wege zu gehen. „Genau das möchte ich auch an meine Kunden weitergeben. Mein größter Erfolg ist es, wenn mein Kunde mich eines Tages nicht mehr braucht.“


 
 
 
 
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